Am Oberrhein gibt es seit Dezember 1997 ein grenzüberschreitendes Gremium,
das sich ausschließlich aus gewählten Politikern zusammensetzt. In diesem so genannten
Oberrheinrat mit 71 Mitgliedern sind das Elsass, Baden-Württemberg,
die Nordwestschweiz und Rheinland-Pfalz vertreten. Der Landtag von
Baden-Württemberg entsendet 16 Mitglieder in dieses Gremium.
Zu einem ständigen Beratungsgremium haben sich auch die
Parlamente der Bodensee-Anrainer-Länder zusammengefunden. Die Parlamentarier-Konferenz Bodensee umfasst heute je drei stimmberechtigte Parlamentsvertreter und
-vertreterinnen der folgenden zehn Länder und Kantone:
Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, Fürstentum Liechtenstein, St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau,
Schaffhausen und Zürich.
Baden-Württemberg, Rhône-Alpes in Frankreich, Katalonien in
Spanien und die Lombardei in Italien verstehen sich als die
"Vier Motoren Europas" - sozusagen als Schrittmacher der
europäischen Einigung innerhalb ihrer jeweiligen Staaten und
auch innerhalb der EU. Die Arbeitsgemeinschaft sieht sich als
Zusammenschluss wirtschaftsstarker und forschungsintensiver
Regionen.
Zu weiteren Regionen in Europa pflegt der Landtag auch enge
bilaterale Beziehungen, nämlich zu
Vorarlberg in Österreich, zu
Schweizer Grenzkantonen wie z. B.
St. Gallen, zu den Provinzen
Südtirol und
Trient in Italien oder auch zur nordfinnischen
Region Oulu.